Aktuelles
Umwelt schonen und dabei Betriebskosten senken -
das Heywinkel-Haus nimmt am Projekt "ÖKOPROFIT" teil.
Ziel des Projektes ist es, den Umwelt- und Klimaschutz ein Stück weit zu unterstützen - und zwar mit einer Verbesserung des betrieblichen Umweltschutzes durch umwelttechnische und organisatorische Maßnahmen bei gleichzeitiger Senkung der Betriebskosten.
ÖKOPROFIT wurde durch die Stadt Graz (Österreich) in den 90er-Jahren ins Leben gerufen und entwickelte sich zu einem weltweiten Projekt. In Deutschland nehmen rund 50 Kommunen daran teil, so auch Osnabrück.
Unter Federführung des C.U.T. (Centrum für Umwelt und Technologie Osnabrück) fiel am 2. November 2011 der Startschuss für das 12-monatige Kooperationsprojekt, das u.a. durch die Fachbereiche Umwelt und Wirtschaftsförderung der Stadt unterstützt wird.
Die mitwirkenden Betriebe bekommen professionelle Berater an die Seite gestellt, die gemeinsam mit den zuständigen Firmenmitarbeitern nach Einsparmöglichkeiten und Effizienzpotentialen suchen und das Ressourcen- und Kostenbewusstsein im Unternehmen fördern.
Es werden praxistaugliche Maßnahmen erarbeitet, die unter anderem Einsparungen bei Energie, Wasser, Abwasser, Abfall, Emissionen und Betriebsstoffen zum Ziel haben.
Ergänzend zu den Betriebsbegehungen finden acht Workshops statt, in denen die Firmenvertreter ihr Wissen vertiefen und sich mit den anderen Teilnehmern austauschen.
Neben anderen Firmen und Einrichtungen unserer Stadt (z.B. die Universität, das Hotel Remarque oder die Stadtwerke) nehmen auch das Heywinkel-Haus und das Haus Ledenhof als Einrichtungen der Evangelischen Seniorendienste Osnabrück daran teil.
Zusammen mit dem professionellen Berater von Ökoprofit wurden bereits erste Maßnahmen besprochen, die eine Reduzierung des Wasserverbrauchs und der Abfallmengen, aber beispielsweise auch ein ´Richtiges Lüften` zum Ziel haben. Die Installation neuer Wasserspararmaturen ist zwar eher eine kleinere Umweltschutzmaßnahme, die aber dennoch jährlich Wasser- und Abwasserkosten spart.
Neben solch zählbaren Beiträgen zu Ökologie und Ökonomie spielt ein weiteres Anliegen des Projektes eine nicht minder wichtige Rolle: Eine generelle Stärkung des Umweltbewusstseins der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, verbunden mit einer Erinnerung an die Verantwortung gegenüber zukünftigen Generationen, und - daran anknüpfend - die Förderung einer Identifizierung mit dem betrieblichen Umweltschutz.
Nicht zu unterschätzen sind auch die stattfindenden Workshops: Dort werden Wissen und Kompetenz erweitert, neue Ideen entwickelt sowie Erfahrungen ausgetauscht. Zu letzterem kann vielleicht auch das Heywinkel-Haus etwas einbringen, denn hier wurde bereits vor der Ökoprofit-Teilnahme ein Blockheizkraftwerk gebaut, welches im Bereich Strom zu deutlichen Einsparungen führt.
Für die Mitarbeiter bedeutet das Projekt natürlich einen zwar zeitlich begrenzten, aber doch spürbar erhöhten Arbeitsaufwand - der sich letztendlich aber wirklich lohnt.
Auch die Teilnahmegebühr in Höhe von ? 6000.? bedeutet eine mehr als sinnvolle Investition in die Zukunft ...
Nicht zuletzt erhalten die teilnehmenden Unternehmen nach Ablauf der zwölf Monate eine ÖKOPROFIT-Auszeichnung, sofern die vereinbarten Maßnahmen umgesetzt worden sind.
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210 Jahre Betriebszugehörigkeit
Das Heywinkel-Haus ehrt 17 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Einer schönen und langjährigen Tradition folgend wurden auch im Jahr 2011 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geehrt, die auf eine längere Tätigkeit in dieser Einrichtung zurückblicken können.
Geschäftsführer Eckhard Kallert gratulierte während der betrieblichen Weihnachtsfeier im Gasthaus "Zur alten Eversburg" zusammen mit dem Vorstands-Vorsitzenden Gert Reimer insgesamt 17 "Jubilaren" zu einer Betriebszugehörigkeit von fünf bis hin zu 20 Jahren, wobei die persönliche Gratulation bei drei Mitarbeiterinnen, die an der Feier nicht teilnehmen konnten, nachgeholt wird.
Insgesamt 210 Jahre Mitarbeit verteilen sich hierbei auf nahezu sämtliche Arbeitsbereiche, auch ein Indiz dafür, dass in diesem Hause die Beschäftigten insgesamt offensichtlich gerne arbeiten und seitens der Leitung großer Wert auf eine geringstmögliche Fluktuation bei der Mitarbeiterschaft gelegt wird.
Kallert bedankte sich herzlich für die gezeigte Treue zum Heywinkel-Haus und die damit verbundene intensive Hingabe, die ein Dienst, in dessen Mittelpunkt das individuelle Wohl eines jeden Bewohners stehe, erfordere.
Seitens der knapp 90 Kolleginnen und Kollegen wurden die Geehrten bei der jeweiligen Übergabe eines Dankeschön-Geschenkes mit großem Beifall bedacht.
Auch Herr Kallert selbst blickt nunmehr auf 10 Jahre Heimleitungs- bzw. Geschäftsführungs-Tätigkeit zurück. Herr Reimer dankte ihm - ebenfalls unter großem Beifall aller Anwesenden - für ein kreatives und erfolgreiches Schaffen.

- Von links nach rechts: Birgit Prassé (10 Jahre Zugehörigkeit), Geschäftsführer Eckhard Kallert (10 Jahre), Angelika Mendrina (10 Jahre), Swetlana Kari (15 Jahre), Elisabeth Buckmeier (10 Jahre), Katarzyna Lach (15 Jahre), Elske Barrenpohl (10 Jahre), Vorstands-Vorsitzender Gert Reimer, Nicole von der Becke (10 Jahre), Ulrich Janßen (10 Jahre), Marita Johanna Gosebrink (20 Jahre), Inge Steffan (15 Jahre), Ingo Wiegleb (15 Jahre), Karin Schäfer (10 Jahre), Dorothea Koller (5 Jahre).
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Ein Leben für die Diakonie - Karin Heuwer erhält Kronenkreuz in Gold.
Karin Heuwer ist für ihre Verdienste als jahrelange ehrenamtliche Mitarbeiterin für Kirchenkreis, Kirchengemeinden und das Heywinkel-Haus mit dem Goldenen Kronenkreuz des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche Deutschlands ausgezeichnet worden.
Frau Heuwer hat ihr ganzes Leben in den Dienst der Diakonie gestellt. Sie hat als Diakonisse in Bremen begonnen und hat dann später als Zehlendorfer Schwester gearbeitet. Zuletzt war sie als Oberin im Klinikum Osnabrück tätig. Während ihres Dienstes und auch im Ruhestand kümmert(e) sie sich rührend um die älteren Diakonieschwestern. Sie regelt Arztbesuche, organisiert Haushaltsauflösungen oder Heimunterbringungen.
Seit 24 Jahren ist Frau Heuwer Mitglied des Kirchenvorstandes der St.-Marien-Kirchengemeinde und arbeitete zudem im Diakonieausschuss des Kirchenkreises Osnabrück aktiv mit. Seit 6 Jahren ist sie Vorsitzende des Diakonieausschusses St.-Marien. Maßgeblich ist Frau Heuwer am Aufbau des Diakonie-Bistros, einer Einrichtung zur Betreuung und Ernährung hilfebedürftiger Menschen, beteiligt. Seit ca. 12 Jahren arbeitet sie im Vorstand der Julius-Heywinkel-Stiftung und später auch in der Gesellschafterversammlung der Heywinkel-Haus gGmbH mit.
Sie trägt mit ihrem Fachwissen zu einer guten Betreuung und Versorgung der älteren Menschen bei. Seit fast dieser Zeit hat sie einen Literaturkreis initiiert, in dem sie aus ausgewählten Büchern für die alten Menschen vorliest und darüber diskutiert. Nicht zuletzt hat sie einen Ehrenamtlichen-Kreis mit aufgebaut und leitet dort auch die monatlichen Besprechungen. Die Ehrenamtlichen betreuen die Bewohner des Hauses, begleiten bei Arztfahrten, organisieren Geburtstags-Kaffees oder besuchen neu eingezogene Bewohner.
In der Person von Frau Heuwer kann man die Nächstenliebe spüren. Mit der Verleihung des Goldenes Kronenkreuzes soll sie für ihre jahrelangen Verdienste respektvoll gewürdigt werden.
Der Vorstand der Julius-Heywinkel-Stiftung hatte die Ehrung angeregt. Die höchste Auszeichnung des Diakonischen Werkes überreichte Superintendent Friedemann Pannen in Anwesenheit des Vorstandsvorsitzenden Gert Reimer und des Geschäftsführers Eckhard Kallert während der Bewohner-Weihnachtsfeier im Heywinkel-Haus. Karin Heuwer wurde von der Ehrung total überrascht und freute sich sehr über die Anerkennung ihrer jahrelangen ehrenamtlichen Tätigkeit.
Frühere Meldungen
Auszeichnung für das Heywinkel-Haus durch das Niedersächsische Sozialministerium
beim "Ideenwettbewerb Pflege" 2010/2011
"In Niedersachsen existiert eine vielfältige Pflegelandschaft mit vielen guten Beispielen vorbildlicher Pflege. In einem Ideenwettbewerb sollten diese herausragenden Beispiele öffentlich gemacht werden, damit sie anderen als Vorbild dienen können. Auch sollen sie dazu anregen, eigene Vorstellungen guter Pflege umzusetzen. Der landesweite Wettbewerb wurde unter Federführung des Landespflegeausschusses gestartet.
Bewerben konnten sich Trägerinnen und Träger von zugelassenen ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen mit Standort in Niedersachsen sowie Privatpersonen und private Initiativen, die ihr Konzept in Kooperation mit einer solchen Pflegeeinrichtung umsetzen. Aber auch vorbildliche Konzepte, die noch nicht verwirklicht wurden, konnten eingereicht werden", so das Ministerium zu diesem Wettbewerb.
Auch das Heywinkel-Haus beteiligte sich mit der von Pflegedienstleiterin Monika Stukenborg eingereichten Arbeit "Wir haben eine andere Sensibilität entwickelt".
Der "Erfahrungsbericht" befasst sich mit der Verbesserung der "Pflegequalität für schwerstpflegebedürftige Menschen" und legt dar, wie mit kleineren und größeren Umstrukturierungen die Zahl der bettlägerigen Bewohner im Heywinkel-Haus verringert werden konnte.
Das wiederum wertete die Jury des Landespflegeausschusses als "besonders vorbildlich" und ordnete den Beitrag den Preisträgern zu.
Während einer Feierstunde nahm Frau Stukenborg in Begleitung von Geschäftsführer Eckhard Kallert in Hannover den Preis von Sozialministerin Özkan entgegen.
Die damit einhergehende Dotierung von 40.000 Euro soll in erster Linie der Weiterentwicklung des prämierten Pflegemodells dienen.
Schließlich trägt das Heywinkel-Haus nunmehr das offizielle Prädikat
"Als Erfolgsmodell vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration prämiert".
Nach der Auszeichnung durch den DemenzSupportStuttgart im Jahr 2008 (siehe weiter unten "Frühere Meldungen") freut sich das Heywinkel-Haus sehr über diese weitere Ehrung.
Zur eingereichten Arbeit "Wir haben eine andere Sensibilität entwickelt" >>
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Studie über Pflege Schwerst-Demenzkranker im Heywinkel-Haus
Niedersächsisches Sozialministerium fördert pflegewissenschaftliche Untersuchung über "Beschütztes Wohnen"
Das Niedersächsische Sozialministerium unterstützt finanziell ein Projekt der Hochschule Osnabrück. Unter Leitung von Frau Professor Dr. Hotze wird eine pflegewissenschaftliche Studie über das "Beschützte Wohnen" im Heywinkel-Haus durchgeführt. Die offizielle Eröffnung hierzu fand am 04. Februar 2010 statt.
Trotz der vielen Diskussionen und Untersuchungen zum Thema Demenz in den letzten Jahren wurde die Gruppe der Schwerstdementen eher vernachlässigt. Im Endstadium der Demenz leiden die Betroffenen unter schweren Beeinträchtigungen bei der Bewegung und beim Sprechen.
Das einzige bisher in der Bundesrepublik umgesetzte Pflegekonzept ist die so genannte Pflegeoase. Dabei werden vier bis acht Personen in einem Raum untergebracht, um Vereinsamung zu vermeiden.
Das Konzept des Beschützten Wohnens im Heywinkel - Haus geht davon aus, dass Menschen sowohl ein Bedürfnis nach Gemeinschaft als auch nach Rückzug haben. Unter diesem Aspekt wurde ein Bereich speziell für die Bedürfnisse Schwerstdementer eingerichtet. Die Bewohner haben alle ein Einzelzimmer. Damit jederzeit ein Aufenthalt in Gemeinschaft möglich ist, können die Betten aus dem Zimmer in einen großzügigen Gemeinschaftsraum geschoben werden.
Im gesamten Bereich des "Beschützten Wohnens" wurden eine Reihe innovativer Ideen für die Bewohner umgesetzt, z.B. tiefgezogene Fenster für den Blick nach draußen; mobile Küche für das Kochen am Krankenbett; Einsatz von Vorhängen, um Körperpflege im Gemeinschaftsraum zu ermöglichen etc. Ein derartiges Konzept wird in der Fachöffentlichkeit als qualitätsgeleitete Pflegeoase diskutiert.
Im Zentrum der pflegewissenschaftlichen Aufmerksamkeit standen bisher insbesondere Erkrankte mit Verhaltensauffälligkeiten wie Schreien, Weglaufen etc.
Über die Pflege von Menschen in weit fortgeschrittenen Stadien der Erkrankung, die immobil und sprachunfähig sind, gibt es bisher kaum Untersuchungen.
Das Land Niedersachsen hat hier eine Vorreiterrolle übernommen. Es förderte bereits eine Studie zur Pflegeoase und fördert nun die Untersuchung der Fachhochschule Osnabrück.
Ziel ist es letztlich zu ermitteln, welche Konzepte für die Pflege der betroffenen Menschen förderlich sind.
Das Heywinkel-Haus beteiligt sich an der Finanzierung dieses Projektes. Insbesondere begrüßt das Heywinkel-Haus, dass dadurch die bisher in der Pflegewissenschaft eher zu kurz gekommene Altenpflege in den Fokus rückt. Trotz der sowohl an der Universität als auch an der Fachhochschule vertretenen Pflegewissenschaft gab es bisher keine vergleichbare Untersuchung in der Altenpflege. Im Interesse der alten Menschen sind derartige Kooperationen zwischen Praxis und Wissenschaft zukunftsweisend.
Die Veröffentlichung der Ergebnisse ist für den April 2011 vorgesehen.

- In der "Tagesoase", dem großen Gemeinschaftsraum des "Beschützten Wohnens", fanden sich anlässlich des Beginns der wissenschaftlichen Studie ein (von links): Prof. Dr. Elke Hotze (FH Osnabrück), Fritz Röbbert und Klaus Wamhof (Vorstandsmitglieder der Julius-Heywinkel-Stiftung), Dr. Christine Hawighorst (Staatssekretärin des Sozialministeriums Niedersachsen), Eckhard Kallert & Monika Stukenborg (Geschäftsführer & Pflegedienstleitung des Heywinkel-Hauses).
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Mai 2009
Projekt "Beschütztes Wohnen" nun Realität
Mit dem neuen Wohnbereich für schwerst demente Pflegebedürftige wird die Versorgungskette des Heywinkel-Hauses für demenziell veränderte Mitmenschen geschlossen.
Gelungene Einweihungsfeier am Vormittag -
viel beachtete Info-Veranstaltung am Nachmittag
Gut besucht war die offizielle Eröffnungsfeier des Projektes "Beschütztes Wohnen".
Der Vorstandsvorsitzende der Julius-Heywinkel-Stiftung, Herr Gert Reimer, begrüßte die Staatssekretärin des Sozialministeriums des Landes Niedersachsen, Frau Dr. Hawighorst, den Oberbürgermeister der Stadt Osnabrück, Herrn Pistorius, den stellvertretenden Superintendenten des Kirchenkreises Osnabrück, Herrn Meyer-ten-Thoren, sowie viele weitere Gäste.
Während des ersten Teiles der Feier im Park des Hauses erläuterte Herr Reimer allen Anwesenden die bauliche Umsetzung des Projektes.
Im Foyer stellte anschließend der Geschäftsführer der Heywinkel-Haus gGmbH, Herr Kallert, den Inhalt des Konzeptes vor.
In ihren Grußworten gingen Frau Dr. Hawighorst, Herr Pistorius und Herr Meyer-ten-Thoren auf die Bedeutung für den betroffenen Personenkreis der schwerst dementen, pflegebedürftigen Mitmenschen ein und sagten Unterstützung bei der weiteren wissenschaftlichen Begleitung zu.
Mit einem Imbiss klang die offizielle Feierstunde, die vom Posaunenchor der Marien Kirchengemeinde und einer Musikcombo des Konservatoriums begleitet wurde, aus.
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Im Rahmen der Eröffnungs-Feierlichkeiten des Bereiches "Beschütztes Wohnen" - eine Alternative zur Pflegeoase - verfolgten ca. 100 Interessierte einen fachlich geprägten Informationsnachmittag.
Nach der Begrüßung durch den Geschäftsführer Herrn Eckhard Kallert referierte Frau Prof. Dr. Hotze vom Fachbereich Pflegewissenschaften an der FH Osnabrück über das "Phänomen Demenz".
In für das Publikum sehr verständlicher Weise stellte sie die Herausforderungen für eine professionelle Pflege und Versorgung demenziell erkrankter Menschen dar.
Die Demenz wurde von Frau Prof. Dr. Hotze aus sechs verschiedenen Perspektiven betrachtet. Neben der medizinischen und epidemiologischen Perspektive spielten in dem Vortrag gerade die Perspektiven der betroffenen und betreuenden Menschen eine große Rolle. Die institutionelle Sicht und die Perspektive der medialen Darstellungen rundeten das Bild ab.
Von fachlicher Seite ist laut Frau Prof. Dr. Hotze abschließend festzustellen, dass "die Demenz uns auch eine Chance der Reifung bietet, weil sie mit einer ungeheuren Radikalität den Finger auf die Wunden dieser Gesellschaft legt. Sie thematisiert die Fragen der Endlichkeit und der Abhängigkeit des Menschen von anderen Menschen".
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Nach einer Kaffeepause stellte die Pflegedienstleitung des Heywinkel-Hauses,
Frau Stukenborg, ihr vor ca. dreieinhalb Jahren entwickeltes Konzept des "Beschützten Wohnens" vor.
Den Anstoß für entsprechende Ausgangsüberlegungen gab eine geplante Baumaßnahme zur Sanierung des Flachdaches. Trotz vorgegebenem Grundriss ließ sich hier ein Bereich für schwerst demente, bettlägerige Bewohner realisieren. Die neue Idee soll sich dem bisherigen Konzept des "dorfähnlichen Modells" angliedern, nämlich Möglichkeiten bieten, Alltagsbedürfnisse im Haus, entsprechend eigener Mobilität, selbstständig zu erfüllen, bzw. Angebote unterschiedlicher Lebensmöglichkeiten oder verschiedene Lebenswelten zuzulassen.
Den zur gleichen Zeit aufkommenden Pflegeoasen - Pflege in Mehrbettzimmern - sollte eine Alternative geboten werden. Durch Tagesstrukturierung eine Normalisierung erreichen war das Ziel. "Es ist normal, dass Menschen am Tage sich an einem anderen Ort aufhalten als in der Nacht. Auch Menschen, die sich überwiegend im Bett aufhalten, haben einen Anspruch auf soziale Teilhabe", so Frau Stukenborg.
Mittels der großzügigen räumlichen Ausstattung soll eine Ressourcenförderung stattfinden. Durch verschiedene natürliche und technische Gegebenheiten kann der Bewohner Tages- und Jahreszeit möglichst erspüren. Bei Erschöpfung oder zur Pflege gibt es Rückzugsmöglichkeiten ins eigene Einzelzimmer.
Beim pflegerischen Konzept im Zusammenwirken mit Sonderausstattungen wie einem Wohlfühlbad sollen Bewegungs- und Wahrnehmungseinschränkungen vermindert werden. Das körperliche Wohlergehen wird durch ein spezielles Ernährungskonzept gefördert. Sinnesanregungen und auch die seelsorgerliche Betreuung haben einen besonderen Stellenwert.
Abschließend bemerkte Frau Stukenborg, dass das Konzept noch viele Alltagstücken in der praktischen Umsetzung beinhaltet. Deshalb gibt es für die Umsetzung, nach ersten Erfahrungen, noch viel zu tun.
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Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war der Abschluss. Mitarbeiter des Heywinkel-Hauses stellten unter der Regie des Altenpflegers Torben Schmidt pflegerische Probleme einmal anders dar. Humoristisch untersuchte er dabei moderne Ausstattungselemente des "Beschützten Wohnens", wie Betten, Lagerungskissen etc., aber er wies auch auf bestimmte Bestimmungen hin, wie die "Lastenhandhabungsverordnung", die sich u.a. mit dem Menschen in Liftern befasst.
Die Darbietung wurde mit großem Applaus bedacht.
So ist der Info-Nachmittag, trotz des schweren Themas Demenz, mit einer großen Zufriedenheit für die Zuhörer beendet worden. Abschließend bleibt festzuhalten, dass die vor dreieinhalb Jahren im Heywinkel-Haus entstandene Vision zu einem Konzept umgesetzt wurde.
Ein ähnliches Konzept ist unter der These
"qualitätsgeleitete Pflegeoase verzichtet auf Mehrbettzimmer"
erst am 20.04.(!) 2009 vom Kuratorium Deutscher Altershilfe ins Internet gestellt worden.
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Frau Stukenborgs PowerpointPräsentation zum Info-Nachmittag sowie das umfassende Konzept des "Beschützten Wohnens"
finden Sie unter "Downloads" an Position fünf und sechs. [mehr...]
Auszeichnung für das Heywinkel-Haus - 2. Preis durch den Demenz Support Stuttgart
Neues Konzept für die Ernährung Demenzkranker
Je älter Menschen werden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, an einer Demenz zu erkranken. Die Betreuung demenziell Erkrankter war bisher bereits ein Pflegeschwerpunkt des Heywinkel-Hauses, der im Frühjahr 2009 mit der Eröffnung eines Bereiches für Bewohner mit schwerster Demenz um eine weitere Ebene ausgebaut werden soll.
Das Engagement für die Pflege in diesem Bereich hat jetzt eine besondere Anerkennung gefunden. Ausgezeichnet wurden "Sinnvolle Ansätze zur Begleitung von Menschen mit Demenz in weit fortgeschrittenen Stadien der Erkrankung" durch den Demenz Support Stuttgart. Diese Menschen leiden neben kognitiven Einschränkungen unter schweren Bewegungs- und Spracheinschränkungen. Sehr häufig sind auch Beeinträchtigungen bei der Nahrungsaufnahme. Ausgezeichnet wurde ein Pflegekonzept, das sich mit der Ernährung von Menschen befasst, die schwere Probleme mit dem Essen und Trinken haben. Sie benötigen eine individuell angepasste Kost, die ihnen so angereicht wird, dass sie mit möglichst geringen Problemen schlucken können.
Mangelernährung in Altenheimen wird auch in der Öffentlichkeit diskutiert. Menschen mit Demenz in weit fortgeschrittenen Stadien der Erkrankung haben ein hohes Risiko für schwere Schluckprobleme. Meist wird dies nur unter dem medizinischen Aspekt einer Sondenernährung erörtert, die jedoch zunehmend kritischer beurteilt wird. Es gibt kaum Handlungskonzepte für den Umgang mit Menschen, die schwere Beeinträchtigungen bei der Nahrungsaufnahme haben. Dies war der Grund für das Heywinkel-Haus, sich in einem Projekt mit dem Problem zu beschäftigen. So gab es innerhäusliche Fortbildungen für alle Mitarbeiter zum Thema Schluckstörungen. Die Küche erweiterte ihr Angebot speziell für die betroffene Bewohnergruppe. Es wurde ein Ernährungsanalyseprogramm eingeführt. Die Mitarbeiter beschäftigten sich intensiv mit dem Thema Pflegediagnostik bei Beeinträchtigungen mit der Nahrungsaufnahme.
Die Auszeichnung mit dem zweiten Preis des Demenz Supports Stuttgart wurde von der Pflegedienstleitung Monika Stukenborg und ihren Mitarbeitern als Anerkennung für gute Arbeit entgegengenommen. Im Rahmen des Projektes haben alle Beteiligten viele neue Erkenntnisse gewonnen. Für alle Interessierten stellen wir deshalb gerne das Ergebnis unserer Arbeit vor und hoffen, dass auch Menschen außerhalb unserer Einrichtung, die Probleme mit dem Essen und Trinken haben, ein wenig davon profitieren.
Heywinkel-Haus mit Evakuierungstüchern ausgestattet
Feuerwehr: Erste Alteneinrichtung mit innovativem Rettungsmittel
Immer wieder gerieten in den letzten Jahren Altenheime, deren Bewohner durch die Folgen eines Brandes zu Schaden kamen, in die Schlagzeilen deutscher Medien und sahen sich dem Vorwurf eines mangelhaften Brandschutzes ausgesetzt.
Um einem derart folgenschweren Ereignis vorzubeugen, werden in vielen Häusern Schutzmaßnahmen entwickelt, so auch im Altenheim Heywinkel-Haus.
Seit Jahren existiert hier ein umfassendes Brandschutzkonzept, welches mit professioneller Beratung und Unterstützung u.a. durch die Berufsfeuerwehr sowie die Berufsgenossenschaft kontinuierlich weiterentwickelt wird.
Dennoch kann in keiner Einrichtung der Eintritt des Ernstfalles völlig ausgeschlossen werden.
Um hierfür bestmöglich gerüstet zu sein, haben die Verantwortlichen des Heywinkel-Hauses mit Unterstützung der Adda-Heywinkel-Stiftung eine folgerichtige Investition getätigt: Sämtliche Betten der Bewohner sind jetzt mit so genannten Evakuierungstüchern ausgestattet.
Mit Hilfe eines solchen Tuches, welches sich permanent unter der Matratze befindet, kann jeder Bewohner in Sekundenschnelle samt Matratze aus dem Bett sowie durch die Zimmertür gezogen und somit - notfalls auch durch ein Treppenhaus - in Sicherheit gebracht werden.
Geschäftsführer Eckhard Kallert erläutert: "Das Anliegen einer größtmöglichen Sicherheit unserer Bewohner wird hier entscheidend ergänzt. Wichtig erschien uns auch, dass die Rettungsmaßnahme problemlos durch nur eine Person geschehen kann."
Sachkundige Unterstützung bei der Entscheidungsfindung erfuhr das Heywinkel-Haus durch Klaus Fiening von der Osnabrücker Berufsfeuerwehr. Nach seinen Worten ist es in ihrem Einzugsbereich die erste Alteneinrichtung, welche mit diesem innovativen Rettungsmittel ausgerüstet ist.

- Während einer Fortbildungsveranstaltung erläutert ein Mitarbeiter der Vertriebsfirma dem Personal des Heywinkel-Hauses die Funktionsweise des Evakuierungstuches. Danach vollzogen alle Anwesenden die Rettungsübung eigenhändig nach.
















