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Das Heywinkel-Haus im Wettbewerb „FirmenGärten“

Das Heywinkel-Haus nimmt in diesem Jahr am niedersächsischen Wettbewerb „FirmenGärten“ teil. Gesucht werden die gelungensten FirmenGärten in der Gesundheits-, Pflege- und Therapiebranche. Wir beteiligen uns mit unserem „Garten der Sinne“ für Bewohner mit demenziellen Erkrankungen.

Blick in den "Garten der Sinne"

Blick in den "Garten der Sinne"

Blick in den "Garten der Sinne"

Das Heywinkel-Haus nimmt in diesem Jahr am Wettbewerb FirmenGärten teil. Gesucht werden die gelungensten FirmenGärten in der Gesundheits-, Pflege- und Therapiebranche in Niedersachsen und Bremen. Der Wettbewerb soll die Bedeutung von Gärten für Lebensqualität und allgemeine sowie spezielle Gesundheitsförderung bekannter machen und positive Beispiele als Vorbilder öffentlich würdigen. Das Heywinkel-Haus beteiligt sich mit seinem „Garten der Sinne“. Um den vielfältigen Herausforderungen eines Seniorenheimes gerecht zu werden, hat das Heywinkel-Haus im Jahr 2003 einen Wohnbereich so umgestaltet, dass er gut geeignet ist für Menschen mit Demenz, die noch selbständig mobil sind. Für den Umbau wurde der Wohnbereich in der ersten Etage des Hauses gewählt, um für unsere desorientierten Bewohner einen gewissen Abstand zu den Ausgängen des Hauses zu haben. In zwei Aufenthaltsräumen können die Bewohner den Tag unter Anleitung unseres Sozialdienstes gemeinsam verbringen und aktiv gestalten. Aber: Menschen haben auch das Bedürfnis, sich im Freien aufzuhalten und Natur zu erleben. Hier kam uns die Topografie unseres Grundstückes zur Hilfe. Das Heywinkel-Haus steht am Fuße des Osnabrücker Westerberges; das Grundstück hat eine leichte Hanglage. Durch den nachträglichen Anbau eines Wintergartens auf Stelzen und den Bau einer kleinen Fußgängerbrücke wurde es möglich, von einem Aufenthaltsraum des Wohnbereiches barrierefrei in den Park unseres Hauses zu gelangen. Dieser Teil des Parks wurde zielgruppengerecht neu gestaltet als unser „Garten der Sinne“ 

Die Anlage:

  • Ein Holzzaun umschließt den „Garten der Sinne“ ohne ihn optisch vom übrigen Teil unserer Parkanlage zu trennen.
  • Der alte Baumbestand wurde erhalten. Neubepflanzungen mit Büschen und Sträuchern lockern den „Gartens der Sinne“ in den Randbereichen auf.
  • Eine Brücke führt vom Aufenthaltsraum des Wohnbereiches zur Terrasse des Gartens. Die Brücke, eine Konstruktion aus Metall und Holz, ist mit einem einladenden Laubengang überspannt, der das Interesse zum Besuch des Gartens weckt.

Stätte der Begegnung mit Teilhabe am Alltagserleben

  • Die Terrasse ist mit Gartenmöbeln ausgestattet. Sie lädt dazu ein, die Zeit im Freien in der Gemeinschaft zu verbringen. Der Sozialdienst unseres Hauses organisiert hier gemeinsame Kaffeetrinken und Gruppenaktivitäten. Eine Pergola und ein großes Sonnensegel schützen vor sommerlicher Sonneneinstrahlung.
  • Auf einem geschwungenen Rundweg können die Bewohner spazieren gehen und so ihrem Bewegungsbedürfnis nachkommen. Mehrere Sitzbänke am Wegrand laden zum Verweilen ein. Auch Besucher und Mitarbeiter des Hauses können den „Garten der Sinne“ als Ort der Entspannung und des Genusses nutzen.
  • Mit Gartengeräten und Besen werden die Bewohner animiert, sich an der Reinigung der Wege und der Pflege der Beete zu beteiligen.
  • Das mittlere Beet ist höhergesetzt und durch eine Natursteinmauer stabilisiert. So ist das Erreichen des Beetes auch für Bewohner mit Bewegungseinschränkungen möglich.

Anregung der Sinne

  • Ein Mittelweg ist als Sinnespfad mit verschiedenen Naturmaterialien - Kies, Bodendecker und Rindenmulch - belegt. Das Betreten des Sinnespfades erlaubt unseren Bewohnern das Wiederentdecken ganz unterschiedlicher Gehgefühle.
  • In verschiedenen Abschnitten des „Gartens der Sinne“ erblühen Stauden und Zwiebelblumen in ihrem jahreszeitlichen Rhythmus. Das Erleben blühender Pflanzen erfreut das Auge und die Seele. So können auch Erinnerungen geweckt werden, an die ein Gespräch angeknüpft werden kann.
  • Ein Kräuterbeet erlaubt das Riechen und Schmecken verschiedener Küchenkräuter wie z.B. Bohnenkraut, Schnittlauch, Petersilie, Thymian, Sauerampfer oder Zitronenmelisse.
  • Im „Garten der Sinne“ wachsen unterschiedliche Obstsorten (z.B. Stachelbeere, Johannisbeere, Heidelbeere, Walderdbeere, Tomaten und Minigurken), deren Früchte von den Bewohnern probiert werden können.

Aus unserer Sicht hat der „Garten der Sinne“ unsere Zielsetzungen voll erfüllt. Er ist für unsere Bewohner ein Ort der Begegnung und Kommunikation, er lässt unsere Bewohner teilhaben an Alltagsaktivitäten und er regt die unterschiedlichen Körpersinne auf vielfältige Weise an.

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