Sie befinden sich hier

Aktuelles

Heywinkel-Haus in Osnabrück erhält AOK-Gesundheitsbonus zum zweiten Mal

Pflege ist ein körperlich und seelisch anstrengender Beruf, die Fluktuation in Pflegeheimen und -diensten ist entsprechend hoch. Um die Arbeitsbedingungen in der Branche zu verbessern, hat die AOK Niedersachsen ein spezielles Programm zum betrieblichen Gesundheitsmanagement gestartet, das jetzt für 21 teilnehmende Pflegeeinrichtungen Erfolge zeigt.

Heywinkel-Haus in Osnabrück erhält AOK-Gesundheitsbonus zum zweiten Mal

"Ziel ist, die Belastungssituation der in der Pflege Beschäftigten systematisch und nachhaltig zu verbessern. Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist, dass die Beschäftigten in Workshops und Steuerkreisen am Veränderungsprozess beteiligt sind, ihnen also nicht Maßnahmen übergestülpt werden, die vielleicht für sie gar nicht relevant sind", erläutert der AOK-Berater für Betriebliches Gesundheitsmanagement, Michael Cziudaj, das Vorgehen. Die erfolgreiche Teilnahme zahlt sich nun zum zweiten Mal in Form eines Bonus  aus.

Eckhard Kallert, der Geschäftsführer des Heywinkel-Hauses, nennt handfeste Gründe für sein Engagement: "Gesunde, motivierte und zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben Spaß bei der Arbeit und erzielen überdurchschnittliche Leistungen. Das ist ein echter Wettbewerbsvorteil." Seiner Überzeugung nach ist es für den Erfolg eines Betriebes von zentraler Bedeutung das Wohlbefinden und die Fähigkeiten der Beschäftigten zu fördern. "Eine unabdingbare Voraussetzung hierfür ist ein gesund erhaltendes Arbeitsumfeld", unterstreicht Ulrich Janßen interner Projektleiter. "Dazu sollen Führungskräfte nicht nur die theoretischen Zusammenhänge von Arbeit und Gesundheit kennen, sondern, ganz praktisch betrachtet, erfahren, in welchen gesundheitlichen Bereichen der Belegschaft der Schuh drückt.

"Betriebliches Gesundheitsmanagement bedeutet nach Erfahrung der AOK immer eine Gesamtschau auf das Unternehmen. Es geht also gerade nicht nur um das Gesundheitsverhalten der einzelnen Beschäftigten, zum Beispiel einen rückengerechten Umgang mit Patienten und Entspannung. Vielmehr stehen Organisationsprozesse, Betriebsklima, Führungsverhalten und interne Kommunikation im Fokus. "Wertschätzung, Gerechtigkeit und Fairness am Arbeitsplatz wirken sich positiv auf den Krankenstand und die Dauer von Erkrankungen aus", weiß AOK ?Berater Michael Cziudaj. "Das eingesetzte Arbeitsbewältigungscoaching  setzt aber viel Offenheit und Veränderungsbereitschaft auf allen Seiten voraus." Durch den konkreten Austausch mit den anderen am Programm der AOK teilnehmenden Einrichtungen erhalten die einzelnen Betriebe zudem eine Reihe von Anregungen wie Arbeitsprozesse belastungsärmer und damit gesundheitsförderlicher gestaltet werden können.

Das Heywinkel-Haus nimmt seit 2013 an dem Projekt der AOK Niedersachsen teil und erhält nun zum zweiten Mal eine Auszeichnung. "Für die erfolgreiche Umsetzung gesundheitsfördernder Maßnah­men und organisatorischer Veränderungen zahlt die AOK einen Bonus von 150 Euro je AOK-versicherten Beschäftigten, den je zur Hälfte Arbeitnehmer und Betrieb erhalten" erläutert Klaus Hachmeister  als zuständiger Regionaldirektor der AOK.

Zum Seitenanfang